DnDo

In die Dunkelheit

Alturiak 18, Year of the Ageless One (1479DR)

Die Gefährten folgten dem flüchtenden Hobgoblin in den Berg. Heiße Luft schlug ihnen entgegen, denn die alte Lavaröhre, die in den Vulkan führte, war noch nicht ganz erloschen.

Nach einigen hundert Metern wurde klar, woher das orangene Leuchten kam. Ein Teil des Bodens war eingestürzt und gab den Blick auf eine tiefer liegende Röhre frei, in der noch Lava floss. Malefica wagte sich an den Rand und befand, dass die Gruppe sicher vorbei gehen könne, wenn sie sich beeilte. In der Nähe der Spalte waren die Überreste verendeter Kreaturen zu erkennen, zu Asche verbrannt.

Die Gefährten beeilten sich an dem Hindernis vorbei zu kommen und außer ein paar angesengten Haaren und leichten Verbrennungen gab es keine weiteren Schwierigkeiten. Etwas weiter den Berg hinein kamen sie in eine Höhle, die von einer Schleimkolonie überwuchert war, der in der Hitze offenbar gut aufblühen konnte. OrcLex kam nach kurzer Begutachtung zu dem Schluss, dass der Schleim harmlos sei. Offenbar verwechselte er jedoch die Art und die Helden konnten nur mit einigen Verätzungen weiter kommen.

Schließlich gelangten sie an einen Abzweig. Eine frische Blutspur führte weiter in die Tiefe, aus dem anderen Gang, der leicht nach oben führte, war jedoch der Gestank von Verwesung und knackende Geräusche wahr zu nehmen.
Roanna entschloss sich, den Weg zu erkunden. Sie kam nur wenige Meter weit, bis sie unversehens in einem gewaltigen Spinnennetz hängen blieb! Sie versuchte sich vergeblich zu befreien und bemerkte, wie sich etwas großes aus dem Tunnel näherte. Ihr blieb also keine Wahl als um Hilfe zu rufen.

Die Gefährten stürzten den Tunnel hinauf und sahen Roanna im Netz gefangen, dahinter eine gewaltige Spinne. Roanna konnte sich schließlich doch noch befreien und OrcLex verbrannte das Netz mit einem Flammenschlag. Die Spinne zog sich furchtsam in ihr Nest zurück. Die Gefährten setzten nach und fanden sich in einem alten Zwergengrab wieder, das über und über mit Spinnenweben überzogen war. Aus der Dunkelheit griff eine kleine Horde Spinnen an, die jedoch schnell nieder gemacht werden konnten.

OrcLex verbrannte noch die Netze und fand die Leiche eines Sklaven. In den vertrockneten Kokons waren weitere Ketten, aber keine nennenswerten Schätze zu finden. Als er noch die beiden Sarkophage in der Kammer öffnen wollte, schritten Thorfin und Refardeon ein. Sie würden eine Entweihung der Gräber nicht dulden, gaben sie ihm zu verstehen.

Sie entdeckten noch einen weiteren Zugang zu der Kammer, der Gang war jedoch schon wenige Meter weiter eingestürzt. Also machten sie sich auf, den Haupttunnel weiter hinab zu steigen. Das Geräusch von fließendem Wasser drang schließlich an ihre Ohren und sie kamen zu einer Stelle, an der sich ihr Tunnel mit einem warmen, unterirdischen Fluss kreuzt, der etwa zwei Meter unter dem Ausgang des Tunnels floss. Hier hatte es offenbar eine einfache Brücke aus zwei Seilen gegeben, der flüchtende Hobgoblin hatte die Seile aber hinter sich durchtrennt, so dass die Enden in der Strömung trieben.

Malefica zog die Seile aus dem Wasser, sie wurden Thorfin um die Hüfte gebunden. Der stieg vorsichtig die Wand bis zum Wasser hinab und nutzte seine Psi-Kraft, um über das Wasser auf die andere Seite zu laufen. Das Seil erwies sich allerdings als zu kurz und Thorfin konnte sich nicht an der Wand halten, so dass er in den Fluss stürzte und am Seil hängend in den warmen Fluten trieb. Die anderen zogen ihn wieder heraus und verlängerten das Seil. der zweite Versuch glückte schließlich und nachdem das Seil an einem Trofstein fest gemacht war konnten alle trockenen Fußes die andere Seite des Flusses erreichen.

Der Tunnel war nun nicht mehr allzu lang, von oben konnten die Gefährten den Zugang zu einer größeren Höhle erkennen, die von Fackeln erleuchtet war. Am Eingang lag ein dunkles, blutiges Bündel.

Als sie näher kamen erkannten sie, dass es sich bei dem Bündel um den geflohenen Hobgoblin handelte. Irgend etwas hatte ihn buchstäblich zerrissen. Vorsichtig pirschten sich die Helden weiter vor und konnten schließlich wieder ein Stück des Flusses erblicken, der auch durch diese Höhle floss. Jenseits des Flusses stand eine Festung, offenbar vor langer Zeit von Zwergen erbaut. Ein Hobgoblin-Späher auf dem Dach entdeckte die Gefährten und rannte nach Krand schreiend in einen Höhlenausgang am Ende des Daches.

In der Nähe der Gefährten regte sich nun etwas. Hobgoblin-Zombies schlurften auf sie zu! Die Gefährten zogen ihre Waffen und begannen, die Zombies einzukreisen.

OrcLex zögerte einen Moment und blieb etwas zurück, als plötzlich neben ihm ein Umber Hulk aus dem Boden brach und nach ihm Griff. In höchster Not konnte sich OrcLex dem Biest entziehen und in die Höhle flüchten. Malefica reagierte schnell und rief eisige Tentakel herbei, die nach dem Hulk griffen.

Die beiden Zombies konnten schnell nieder gemacht werden und danach gingen die Helden systematisch daran, den Umber Hulk zu bezwingen. Dies erwies sich als nicht leicht, denn der grub sich durch den Fels und schaute alles, was ihm zu nahe kam, mit seinem schrecklichen, magischen Blick an. Ein heftiger Kampf entbrannte und Thorfin wurde sogar einmal vom Hulk gepackt. Doch bevor der das Leben aus dem Zwerg quetschen konnte, wand der sich schon wieder aus dessen Griff.

Der Kampf war danach schnell entschieden, auch wenn die Gefährten einige Blessuren davon trugen. Schließlich fiel der Umber Hulk und sie machten sich daran, den hier flachen Fluss zu durchqueren. Sie erklommen die Mauer der Festung und folgten dem Hobgoblin in die Eisenkammer hinein…

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megavoid

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