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Maegera das Inferno

Alturiak 20, Year of the Ageless One (1479DR)

Bei den toten Drow fand sich unter anderem ein Hausemblem, das allerdings nicht entziffert werden konnte.

Die Gefährten beschlossen, den Vorraum der Schmiede weiter zu erkunden. Am Ende des Raums öffnete sich ein Balkon in eine große natürliche Höhle, die von orangenem Licht erfüllt war. Heiße Luft strömte von dort in den Raum. Vom Balkon aus bot sich den Helden ein grandioser Anblick: In der Tiefe unter ihnen schlummerte ein Primordial des Feuers, das von Wasserelementaren im Zaum gehalten wurde, die magisch an die Wände des Schachtes gebunden waren und mit ihrem Wasser das Auge der elementaren Monstrosität kühlten.

Direkt unter dem Balkon konnten sie eine Brücke erkennen, die den Abgrund überspannte. Sie führte von dem Raum unterhalb auf die andere Seite in die Dunkelheit. Die Gruppe begab sich also über Treppen hinunter, nachdem Roanna die Lage sondiert hatte. In dem unteren Raum, der Schmiede, herrschte rege Betriebsamkeit. Einige Drow waren zu sehen und die Gefährten beschlossen, von beiden Eingängen anzugreifen. Das stellte sich zunächst als schlechte Taktik heraus, denn ein Waffenmeister der Dunkelelfen stellte sich Malefica und OrcLex auf der Westseite entgegen, während eine riesige Spinne den anderen an der Ostseite den Zugang in den Raum versperrte.

Malefica konnte sich schließlich hinter den Waffenmeister teleportieren und ihn mit Hilfe der Tentakel von Cryonax unter Kontrolle bringen. OrcLex setzte zu einem beherzten Sprint an, der ihn fast den Kopf kostete und beschwor sogleich einen Höllenhund, um die die Gefährten im Kampf zu unterstützen.

Es griffen noch weitere Drow in den Kampf ein, darunter ein Spellspinner, der in sicherer Höhe schwebend die Helden mit dunkler Energie eindeckte. Auch das Gift der Handarmbrüste machte den Freunden wieder zu schaffen, allerdings konnten sie es dieses mal vermeiden, dass jemand in den Schlaf sank.

Schließlich konnte erst die Spinne und dann einer der Dunkelelfen-Krieger niedergerungen werden und das Schlachtglück wendete sich zu Gunsten der Helden. Schnell erkannten der Waffenmeister und der Spellspinner, dass sie allein nicht lange durchhalten würden und flohen über die Brücke in die Dunkelheit.

Bei dem gefallenen Drow konnte OrcLex magische Stiefel finden, die er sogleich anlegte. Thorfin durchsuchte die Schmiede und fand noch zwei Barren unverarbeitetes Adamant. Anschließend machten sie sich auf, die Brücke und die andere Seite zu erkunden.

Einige Meter den Tunnel hinab fanden sie einen Seitentunnel, der mit magischen Runen verziert war und aus dem Dampf drang. Malefica identifizierte den Tunnel als Zugang zum Kontrollraum für das elementare Feuer.
Die Helden stiegen also hinunter und fanden ein Ziggurat aus reinem Adamant, das über und über mit Runen bedeckt und mit dutzenden Rohren verbunden war. Dichter Dampf machte das Atmen schwer, aber OrcLex und Malefica konnten die Steuerung der Anlage entziffern. Malefica bemerkte dabei, dass irgend etwas Energie aus dem Primordial abzog. Der Geschmack der Magie kam ihr bekannt vor und sie spürte einen dumpfen Kopfschmerz, der sie an die Spalte in Neverwinter erinnerte.

Die Gefährten berieten, was zu tun sei und kamen zu dem Schluss, dass Thorfin die Hebel bedienen sollte, um das Feuer von der Schmiede weg zu leiten und damit auch dem Energieentzug durch die plagenveränderte Magie zu unterbrechen. Als Thorfin die Hebel zog brach eins der Rohre und er wurde in elementares Feuer gehüllt, dass ihn zwar nur leicht verbrannte, aber doch veränderte. Refardeon bemerkte, dass das Feuer neue Kräfte in dem Zwerg freigesetzt hatte.
Als die Verbindung unterbrochen wurde, hörte Malefica in ihrem Unterbewusstsein etwas, das wie ein Aufschrei von tausend dissonanten Stimmen klang – etwas hatte sich verändert!

Nachdem man hier nichts weiter tun konnte beschloss man, einen weiteren Versuch zu unternehmen, Marek aus den Klauen der Illithiden zu befreien. Und so brachen die Gefährten wieder in Richtung der Minen auf und fuhren mit den magischen Loren in die Tiefe. Unten angekommen hörten sie von der Barrikade her Waffenklirren – nach ihrem letzten Besuch waren die Duergar offenbar wachsamer geworden und griffen nun an…

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Unerwartete Wendungen

Alturiak 19, Year of the Ageless One (1479DR)

Die Gefährten berieten, wie sie vorgehen sollten und beschlossen schließlich einen Angriff auf den Illithiden. Malefica rief wieder ihr treues Displacer Beast herbei, doch auch der Mind Flayer konnte auf seine „Haustiere“ zählen.

Die Sklaven sprangen gleich auf und stürmten auf den Panther zu. Auch der Illithid griff in das Geschehen ein und bombardierte das magische Tier und die von OrcLex beschworene Bloodstone Spider mit psionischer Energie. Die Gegner waren derart wehrhaft, dass den Gefährten schon nach kurzer Zeit nur noch der Rückzug blieb, der an dem überfluteten Tunnel schnell in eine kopflose Flucht überging.

Da nach dem ersten Durchschwimmen alle Seile mitgenommen worden waren, mussten auch die schwächeren Schwimmer versuchen, aus eigener Kraft die andere Seite zu erreichen. Nachdem Thorfin schon zwei fast ertrunkene gerettet hatte, knüpften sich die Gefährten in der zentralen Luftblase schnell mit Seilen an einander und schwommen schnell weiter, als sie Bewegungen aus der Richtung der Illithidenhöhle im Wasser ausmachten.

Im Duergarkomplex angekommen stellten sie fest, dass hier offenbar bereits Verstärkungen eingetroffen waren. Mit Feinden im Nacken und mit fast erschöpften Ressourcen beschlossen sie, die Suche nach Marek vorerst abzubrechen und sich in die Eingangshalle zurück zu ziehen, in der sie würden sicher übernachten können.

Alturiak 20, Year of the Ageless One (1479DR)

Am Morgen beschlossen die Helden, die anderen Sektionen Gauntlgryms zu erkunden. Zunächst machten sie sich in den heiligen Bezirk auf. Hier führte der Tunnel in eine große Halle, welche auf dieser Seite von einem tiefer liegenden Lavafluss durchzogen wurde. Eine große Brücke, die in eine Prachtstraße überging führte dort hinüber.

Die Freunde überquerten die Brüche und entdeckten entweihte Statuen von Zwergengöttern und zerstörte und geplünderte Tempel auf ihrem Weg. Thorfin war bestürzt und die Helden beschlossen weiter in die anderen Teile der Stadt zu ziehen.

In den Wohnquartieren angekommen, einer ähnlich großen Halle, entdeckten sie, dass sie wiederum von einem Kenku beobachtet wurden.

Als sie versuchten, die Quartiere zu betreten schrie der Kenku mit einem rabenähnlichen Schrei eine Warnung in die Unterstadt – Einen Schrei der von vielen ähnlichen Stimmen beantwortet wurde. Schnell näherten sich viele der gefiederten Kreaturen und die Gefährten beschlossen sich aus diesem Gebiet ebenfalls zurück zu ziehen.

Sie schlugen also den letzten verbleibenden Weg ein – an den Minen vorbei zu den Schmieden.

Vor dem großen verschlossenen Tor fanden sie auch die entflohenen Sklaven wieder. Sie waren alle niedergemetzelt wurden und mit präzisen Stichwunden übersät. Einige schieben auch von einer großen Spinne gebissen und vergiftet worden zu sein.

Thorfin wollte der Sache auf den Grund gehen und schob das Tor zu den Schmieden auf. Warmes, orangnes Licht schlug ihm entgegen, denn der Raum wurde von Lavaflüssen durch Fenster indirekt erleuchtet.
In dem großen Vorraum waren die Urheber des Gemetzels auch schnell ausgemacht. Eine Einheit Dunkelelfen, Drow, war hier als Wachposten stationiert. Die Anführerin ritt auf einer großen Echse und in einer Ecke war eine gigantische Spinne zu sehen.
Die Drow griffen sofort an und schossen mit vergifteten Bolzen aus ihren Handarmbrüsten auf die Gruppe.

Ein heftiger Kampf entbrannte und Refardeon und Roanna sanken schließlich vergiftet in den Schlaf. Die anderen drei konnten in großer Not die Gegner bezwingen und den Vorraum sichern. Auch die beiden Schlafenden konnten schließlich wieder aufgeweckt werden…

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In den Minen

Alturiak 19, Year of the Ageless One (1479DR)

Die Gefährten fuhren mit zwei Loren in die Minen herab und kamen so schnell voran. An einer Abzweigung hörten sie schließlich Alarmrufe und schnell näherten sich von hinten weitere Loren, die mit Duergar und magischen Konstrukten besetzt waren.

Unter den Duergar waren magisch begabte Sklavenhalter, welche die Loren der Gefährten mit Zaubern bombardierten. Die magischen Konstrukte packten mit ihren Zangen nach den Freunden und ließen Hammerschläge auf sie niederprasseln. Eine Duergarwache wuchs vor den Augen der Gefährten zu riesigen Ausmaßen und schlug mit seinem Kriegshammer nach ihnen. Er wurde jedoch kurzzeitig aus dem Kampf genommen, als eine Steigung auf seiner Schienenspur ihn zurückwarf. Jedoch näherte sich nun auch von vorne eine weitere Wache mit riesigen Ausmaßen!

Die Lage wurde kritische und die Gruppe suchte fieberhaft nach Möglichkeiten, die Lage zu verbessern. Dann beschlossen sie die Loren zu verlassen und auf festem Boden zu kämpfen. Thorfin, Refardeon und Malefica konnten ihre Lore genug bremsen um auszusteigen. Roanna und OrcLex mussten abspringen, schafften es aber fast unverletzt.

Auch die Grauzwerge stoppten ihre Loren und sprangen heraus, aber das Blatt wendete sich nun schnell zu Gunsten der Helden.

Nachdem alle Duergar und ihre Konstrukte erledigt waren, setzten sie zwei der verbliebenen Loren in Bewegung und gelangten schließlich an eine Barrikade auf den Schienen. Sie erforschten die Umgebung nun weiter zu Fuß und konnten zunächst eine große Höhle mit einem kleinen Tümpel entdecken, dessen Tiefe in dem schleimigen Wasser nicht zu erraten war.

Roanna schlich weiter vor und fand eine kleine Höhle mit einem Sklavenpferch, die von einigen Grauzwergen bewacht wurde. Die Gruppe wollte sicherheitshalber aber erst eine Tür öffnen, die sich näher an ihrer Position befand. Der kleine Gang zur Tür war allerdings durch eine Alarmfalle gesichert, die prompt los ging und die Duergar auf den Plan rief. Ein weiterer magiebegabter Sklaventreiber und einige Wachen stürmten auf die Helden zu, konnten aber recht schnell beseitigt werden.

Von den daraufhin befreiten Sklaven konnten, die Freunde noch erfahren, dass sich weiter unten eine ganze Stadt mit Grauzwergen befand. Marek war zwei Tage zuvor geflohen und offenbar durch den schleimigen Tümpel verschwunden, den die Gefährten kurz zuvor entdeckt hatten.

Die Sklaven wollten versuchen, die Oberfläche zu erreichen während die Gefährten der Spur Mareks weiter folgten. Thorfin schwamm durch das trübe Wasser vor und befestigte ein Seil in einer Luftblase. Von dort aus schwamm er weiter und verlängerte die Seilverbindung bis in eine weitere mit lila Pilzen bewachsene Höhle, von der aus zu Fuß weiter zu gehen schien.
Über die Seile konnten die anderen sicher den Tunnel durchschwimmen und schließlich war die ganze Gruppe auf der anderen Seite. Roanna schlich wieder einmal vor und entdeckte eine Höhle in der offenbar geistig versklavte Kreaturen, von einem Illithid überwacht, Pilze anbauten…

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Die Sklavenhändler

Alturiak 18, Year of the Ageless One (1479DR)

Roanna schlich voran und fand am Fuß der Treppe eine natürliche Höhle, die von grünen Fackeln und lila Pilzen erleuchtet wurde. Zwei Hobgoblin-Wachposten hielten die Stellung. Die Gefährten beschlossen frontal anzugreifen und überwältigten die Wächter schnell, allerdings konnten diese noch eine Warnung rufen.
Einige weitere Hobgoblin-Wachen reagierten auf die Warnung und als die Gefährten schließlich bei einem aus dem Stein gehauenen Gebäude ankamen, wurden sie bereits von Krand und seinen Schergen erwartet. Dieser verspottet die Gefährten und lies sogleich seine Maskerade fallen – es handelte sich bei dem vermeintlichen Hobgoblin-Anführer um einen Beholder!

Malefica reagierte schnell und rief aus den Tiefen des Feywild ihr treues Displacer-Beast herbei. Der Beholder reagierte gleich und richtete sein versteinerndes Auge auf die Kreatur. Die anderen überwältigten schnell die verbliebenden Hobgoblins und konnten den Beholder schließlich in eine Ecke drängen und zu Fall bringen. Das war das Ende von Krand, dem Sklavenhändler.

In den Unterlagen des Beholder fanden die Gefährten endlich einen Hinweis auf Marek. Er war an Alturiak 8 an Duergar in Gauntlgrym verkauft worden. Eine Karte von Gauntlgrym steckte ebenfalls zwischen den Büchern des Sklavenhändlers.

Hier beschlossen die Gefährten sich von den letzten, harten Kämpfen zu erholen. Am nächsten Morgen berieten sie, wie sie weiter vorgehen wollten. Refardeon sprach sich dafür aus, den Duergar zu folgen und Marek zu befreien.

Alturiak 19, Year of the Ageless One (1479DR)

Von der kleinen Handelsstation führten drei Wege weiter in den Berg. Der eine führte zum verschütteten Eingang des ursprünglichen Handelspostens, ein weiterer blieb auf der Ebene der Pilzhöhle und führte weiter in die Dunkelheit und der dritte führte schließlich weiter nach unten. Die Duergar hatten vermutlich diesen Weg genommen, denn er war erst in der letzten Zeit angelegt worden. Er führte schließlich zu einem Schacht, der senkrecht in die Tiefe führte. Thorfin erkannte die Bauweise der Duergar wieder, allerdings fühlten sich die Gefährten nicht in der Lage, eine gefährliche Kletterpartie den Schacht hinunter zu wagen.
Also erforschten sie zunächst den verbliebenen Gang. Dieser führte schließlich in eine weitere große, pilzbewachsene Höhle, an deren gegenüberliegenden Seite die gewaltigen Tore Gauntlgryms lagen. Die Tore waren verschlossen und um den See in der Mitte der Höhle lagen viele Leichen verstreut, die offenbar aber schon seit Jahren tot waren.

Als sie sich durch die Höhle bewegten, bemerkten die Gefährten Bewegungen am anderen Ende der Höhle. Roanna warf einen näheren Blick und konnte eine Gruppe Kenku ausmachen, welche die Gruppe beobachteten.

Sie verhielten sich passiv, selbst als sich die Gruppe den Toren näherte. Malefica beschloss der Sache auf den Grund zu gehen und näherte sich den Kenku, die sich allerdings weiter zurück zogen. Um sie nicht zu provozieren ging Malefica wieder zu ihren Kameraden. Die rätselten derweil, wie sie die massiven Toren würden öffnen können. Nach einiger Zeit den Nachdenkens und Probierens versuchte Thorfin einfach, die Tore aufzudrücken. Was seinen Freunden vorher nicht gelungen war, gelang nun dem Zwerg mit Delzoun-Blut in den Adern und die Tore öffneten sich.

Auf der anderen Seite der Tore war eine große Kammer mit einer Stufenpyramide, auf der eine Art steinerner Thron stand. Thorfin und Refardeon erklommen die Pyramide und sahen, dass sich elektrische Blitze durch Runen auf dem Thron wanden. Thorfin konnte sich gefahrlos nähern, Refardeon wurde allerdings von einem Blitz getroffen und eilte schnell wieder hinunter zu den anderen. Thorfin konnte mit dem Thron die Tore der Stadt kontrollieren und damit die inneren Tore öffnen, die bisher verschlossen waren. Die äußeren Tore verriegelte er.

Am Fuß der Pyramide stießen die Gefährten auf drei Gräber, von deinen eines offenbar von innen geöffnet worden war. Ein anderes war mit einem Schild und Helm mit nur einem Horn bedeckt; Auf dem Schild war ein überschäumender Bierkrug als Wappen abgebildet. OrcLex machte Anstalten die Gräber zu untersuchen, wurde aber wiederum von Refardeon und Thorfin davon abgehalten.

Die Gruppe verließ die Empfangshalle und kam zu einer Kreuzung, die in den heiligen Bezirk, die Wohnbereiche und die Minen führte. Da die Grauzwerge in die Tiefe verschwunden waren, beschlossen die Gefährten weiter in den ersten Abschnitt der Minen zu gehen, um nach Marek zu suchen.

Im Eingangsbereich den Minenkomplexes fanden sie Arbeitsräume mit verstaubten und verrosteten Werkzeugen, sowie eine Reihe magischer Loren, mit denen sie nun in die Tiefe fuhren…

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In die Dunkelheit

Alturiak 18, Year of the Ageless One (1479DR)

Die Gefährten folgten dem flüchtenden Hobgoblin in den Berg. Heiße Luft schlug ihnen entgegen, denn die alte Lavaröhre, die in den Vulkan führte, war noch nicht ganz erloschen.

Nach einigen hundert Metern wurde klar, woher das orangene Leuchten kam. Ein Teil des Bodens war eingestürzt und gab den Blick auf eine tiefer liegende Röhre frei, in der noch Lava floss. Malefica wagte sich an den Rand und befand, dass die Gruppe sicher vorbei gehen könne, wenn sie sich beeilte. In der Nähe der Spalte waren die Überreste verendeter Kreaturen zu erkennen, zu Asche verbrannt.

Die Gefährten beeilten sich an dem Hindernis vorbei zu kommen und außer ein paar angesengten Haaren und leichten Verbrennungen gab es keine weiteren Schwierigkeiten. Etwas weiter den Berg hinein kamen sie in eine Höhle, die von einer Schleimkolonie überwuchert war, der in der Hitze offenbar gut aufblühen konnte. OrcLex kam nach kurzer Begutachtung zu dem Schluss, dass der Schleim harmlos sei. Offenbar verwechselte er jedoch die Art und die Helden konnten nur mit einigen Verätzungen weiter kommen.

Schließlich gelangten sie an einen Abzweig. Eine frische Blutspur führte weiter in die Tiefe, aus dem anderen Gang, der leicht nach oben führte, war jedoch der Gestank von Verwesung und knackende Geräusche wahr zu nehmen.
Roanna entschloss sich, den Weg zu erkunden. Sie kam nur wenige Meter weit, bis sie unversehens in einem gewaltigen Spinnennetz hängen blieb! Sie versuchte sich vergeblich zu befreien und bemerkte, wie sich etwas großes aus dem Tunnel näherte. Ihr blieb also keine Wahl als um Hilfe zu rufen.

Die Gefährten stürzten den Tunnel hinauf und sahen Roanna im Netz gefangen, dahinter eine gewaltige Spinne. Roanna konnte sich schließlich doch noch befreien und OrcLex verbrannte das Netz mit einem Flammenschlag. Die Spinne zog sich furchtsam in ihr Nest zurück. Die Gefährten setzten nach und fanden sich in einem alten Zwergengrab wieder, das über und über mit Spinnenweben überzogen war. Aus der Dunkelheit griff eine kleine Horde Spinnen an, die jedoch schnell nieder gemacht werden konnten.

OrcLex verbrannte noch die Netze und fand die Leiche eines Sklaven. In den vertrockneten Kokons waren weitere Ketten, aber keine nennenswerten Schätze zu finden. Als er noch die beiden Sarkophage in der Kammer öffnen wollte, schritten Thorfin und Refardeon ein. Sie würden eine Entweihung der Gräber nicht dulden, gaben sie ihm zu verstehen.

Sie entdeckten noch einen weiteren Zugang zu der Kammer, der Gang war jedoch schon wenige Meter weiter eingestürzt. Also machten sie sich auf, den Haupttunnel weiter hinab zu steigen. Das Geräusch von fließendem Wasser drang schließlich an ihre Ohren und sie kamen zu einer Stelle, an der sich ihr Tunnel mit einem warmen, unterirdischen Fluss kreuzt, der etwa zwei Meter unter dem Ausgang des Tunnels floss. Hier hatte es offenbar eine einfache Brücke aus zwei Seilen gegeben, der flüchtende Hobgoblin hatte die Seile aber hinter sich durchtrennt, so dass die Enden in der Strömung trieben.

Malefica zog die Seile aus dem Wasser, sie wurden Thorfin um die Hüfte gebunden. Der stieg vorsichtig die Wand bis zum Wasser hinab und nutzte seine Psi-Kraft, um über das Wasser auf die andere Seite zu laufen. Das Seil erwies sich allerdings als zu kurz und Thorfin konnte sich nicht an der Wand halten, so dass er in den Fluss stürzte und am Seil hängend in den warmen Fluten trieb. Die anderen zogen ihn wieder heraus und verlängerten das Seil. der zweite Versuch glückte schließlich und nachdem das Seil an einem Trofstein fest gemacht war konnten alle trockenen Fußes die andere Seite des Flusses erreichen.

Der Tunnel war nun nicht mehr allzu lang, von oben konnten die Gefährten den Zugang zu einer größeren Höhle erkennen, die von Fackeln erleuchtet war. Am Eingang lag ein dunkles, blutiges Bündel.

Als sie näher kamen erkannten sie, dass es sich bei dem Bündel um den geflohenen Hobgoblin handelte. Irgend etwas hatte ihn buchstäblich zerrissen. Vorsichtig pirschten sich die Helden weiter vor und konnten schließlich wieder ein Stück des Flusses erblicken, der auch durch diese Höhle floss. Jenseits des Flusses stand eine Festung, offenbar vor langer Zeit von Zwergen erbaut. Ein Hobgoblin-Späher auf dem Dach entdeckte die Gefährten und rannte nach Krand schreiend in einen Höhlenausgang am Ende des Daches.

In der Nähe der Gefährten regte sich nun etwas. Hobgoblin-Zombies schlurften auf sie zu! Die Gefährten zogen ihre Waffen und begannen, die Zombies einzukreisen.

OrcLex zögerte einen Moment und blieb etwas zurück, als plötzlich neben ihm ein Umber Hulk aus dem Boden brach und nach ihm Griff. In höchster Not konnte sich OrcLex dem Biest entziehen und in die Höhle flüchten. Malefica reagierte schnell und rief eisige Tentakel herbei, die nach dem Hulk griffen.

Die beiden Zombies konnten schnell nieder gemacht werden und danach gingen die Helden systematisch daran, den Umber Hulk zu bezwingen. Dies erwies sich als nicht leicht, denn der grub sich durch den Fels und schaute alles, was ihm zu nahe kam, mit seinem schrecklichen, magischen Blick an. Ein heftiger Kampf entbrannte und Thorfin wurde sogar einmal vom Hulk gepackt. Doch bevor der das Leben aus dem Zwerg quetschen konnte, wand der sich schon wieder aus dessen Griff.

Der Kampf war danach schnell entschieden, auch wenn die Gefährten einige Blessuren davon trugen. Schließlich fiel der Umber Hulk und sie machten sich daran, den hier flachen Fluss zu durchqueren. Sie erklommen die Mauer der Festung und folgten dem Hobgoblin in die Eisenkammer hinein…

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Der Ruf des Berges

Alturiak 17, Year of the Ageless One (1479DR)

Durchgefroren und müde gingen Thorfin und Refardeon in den Wald, um etwas Holz zu sammeln. Malefica machte sich derweil daran, den Gefangenen, Grakul, zu befragen. Außer dass es sich bei der Truppe um Jäger gehandelt hatte, war aus ihm außer Flüchen nicht viel heraus zu bekommen. Krand würde ihr die Gedärme heraus reißen, brachte er nur über die Lippen. Malefica war des Widerspruchs schnell müde und begann, mit Schmerz und Folter nachzuhelfen. In ihrem Übereifer verblutete der Gefangene leider innerhalb kürzester Zeit.

Irgend etwas schien dann zu passieren. Malefica fiel in eine Art Trance und stolperte wie benommen Richtung Süden. Sie murmelte etwas unverständliches und erst als Thorfin sie zu Boden warf und mit Schnee wusch, kam sie wieder zu sich. Sie forderte von den Gefährten sofort umzukehren und nach Süden zu gehen. Warum sie das tun sollten konnte sie allerdings nicht sagen. Die Gefährten versprachen der Sache später auf den Grund zu gehen, auch wenn Thorfin skeptisch blieb. Zunächst wollten sie am Morgen wieder zum Berg aufbrechen.

Unverrichteter Dinge bauten sie zusammen ein Lagerfeuer, das OrcLex gekonnt entzündete. Die Gefährten erholten sich in der Wärme des Feuers und machten sich über die Kaninchen her, welche die Hobgoblins gefangen hatten. Schließlich fanden sie in einen erholsamen Schlaf.

Der nächste Morgen war wiederum ein sonniger Wintertag. Doch obwohl keine Wolke am Himmel stand, konnten Amaunators Strahlen den Wald nicht durchdringen und alle Schatten vertreiben. Ein düsterer Schleier blieb über dem Wald.
Die Gefährten machten sich auf, weiter zum Mount Hotenow zu gelangen. Als sie den Berg von einer verschneiten Hügelkuppe aus erblickten, konnten sie unter seinem rauchenden Gipfel eine kleine Gruppe Kreaturen erkennen, die sich auf dem Pfad im Schnee durch das lichte Tal auf sie zu bewegten.

Sie legten eine falsche Spur und versteckten sich zu beiden Seiten des Pfades im Wald. Von dort konnten sie die Truppe erkennen, es handelte sich wieder um Hobgoblins!
Die ersten drei konnten schnell von Roanna und OrcLex aus dem Hinterhalt getötet werden. Den vierten schlug Thorfin bei einem Sturmangriff bewusstlos.

Der Gefangene wurde mit den Füßen nach oben von einem Ast hängen gelassen und geweckt. Auch dieser Hobgoblin stellte sich als äußerst stur heraus und spuckte alle an, die ihn ansprachen.
Auch er fluchte bei Bane und drohte mit Krands Rache. Von Gauntlgrym hatte er nichts gehört, nur von einem „Eisenkeller“. Um dort hin zu gelangen müssten die Helden nur den Spuren im Schnee folgen.

Refardeon sammelte wieder Holz und schichtete es unter dem hängenden Hobgoblin auf. OrcLex entzündete den Scheiterhaufen und sie ließen den schreienden, sterbenden Goblin hinter sich zurück. Malefica drohte abermals von ihren Gefühlen übermannt zu werden, konnte sich aber dieses Mal kontrollieren.

Sie folgten den Spuren durch den Schnee und fanden schließlich hinter einem Grad des Berges versteckt den Eingang zu einer Höhle, der mit einem Zwergengebäude verstärkt war. Über dem Eingang prankte das Symbol von Moradin, dem Vater aller Zwerge.

Sie näherten sich langsam dem Gebäude, wurden aber sofort von den Hobgoblins entdeckt, die dort lagerten. Auch hier war wieder ein Zauberer dabei, der offenbar aus den Leichen verstorbener Kameraden Zombies gemacht hatte. Auch ein Bogenschütze war dabei und beharkte die Kämpfenden von der Flanke aus.

Der Zauberer und die Zombies konnten schnell niedergemacht werden und die Krieger versuchten den Rückzug zu decken. Entkommen konnte nur der Bogenschütze, der in den Berg floh so schnell er konnte. Seine schnellen Schritte waren noch lange zu hören, ebenso wie ein fernes Grollen im Berg.
Im Vorraum der Höhle hatten die Goblins offenbar gelagert. Die Gefährten frischten ihre Vorräte an den Transportkisten auf, die hier standen.
In dem Gang schien ein orangener Schein die Tiefen des Berges zu erleuchten. Die Gefährten traten ein und ein warmer Luftzug mit einem Hauch von Schwefel zog ihnen entgegen.

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Endspiel

Alturiak 16, Year of the Ageless One (1479DR)

Der Drache schüttelte die letzten Steinsplitter von seinen Schuppen und erhob sich wütend aus den Trümmern. Sogleich griff er Seldra und die Gefährten an.

Er spie Eis, schlug um sich und als er verwundet wurde, schlugen blaue Flammen aus seinem Leib hervor und griffen nach den Umstehenden. Doch die Helden hielten sich nicht zurück, Malefica fand neue Kräfte in sich und rief sogar ein Displacer Beast herbei, das die Helden im Kampf unterstützte. Schließlich konnten sie gemeinsam den Drachen in nur wenigen Minuten nieder ringen – die Stadt war wieder einmal gerettet.

Nach dem Kampf erschien General Sabine auf einem Nightmare am Ort des Geschehens, eine kleine Gruppe Gardisten im Anhang. Sie lies sich Bericht erstatten und nahm Seldra fest.
Den Gefährten kam das flammende Ross aus der Hölle etwas seltsam vor und so stellten sie Sabine zur Rede. Diese reagierte gereizt und die Gefährten konnten nur in letzter Sekunde verhindern, selbst ihren Zorn auf sich zu ziehen.
Außer einer Bemerkung, dass das Ross ein Geschenk ihres Liebsten war, kam nichts weiter ans Tageslicht. Gemeinsam mit Sabine machten sie sich schließlich auf, bei Lord Neverember vor zu sprechen.

Im alten Tempel Tyrs wurden sie wieder in das Arbeitszimmer des Lord Protector geleitet, der aber zunächst mit General Sabine in einem anderen Raum sprach.
Nach einigen Minuten betrat er jedoch den Raum und dankte den Helden für ihren Einsatz bei der Aufdeckung von Seldras Verschwörung und dem Sieg über den Drachen. Seldra würde nach Waterdeep gebracht und dort von der Magiergilde verhört werden. Lord Neverember war zuversichtlich, dass sie wegen Hochverrats verurteilt und hingerichtet werden würde.
Für ihre Leistungen zahlte Lord Neverember das Doppelte der vereinbarten Prämie und gab Thorfin Informationen über die Lage von Gauntlgrym. Lord Neverember versprach, für jegliche nützliche Informationen auch in Zukunft großzügig zu zahlen.

Die Gefährten beschlossen nun, zunächst eine Nacht im Leviathan zu verbringen und am nächsten Morgen der Spur nach Gauntlgrym zu folgen. Dort will Thorfin nach dem Erbe seines Volkes und Refardeon nach Marek Antropas und seinen alten Gefährten suchen, die von den Bloodreaver-Hobgoblins vermutlich dorthin verschleppt wurden.

Die Reise begann an einem klaren Wintermorgen. Die Gruppe kam über Felder und Brachland zunächst schnell voran, auch wenn es immer kälter wurde, je weiter sie sich vom warmen Fluss entfernten. Am Nachmittag gelangten sie in den verschneiten Neverwinter Wood und reisten weiter Richtung Nordosten, auf den Mount Hotenow zu.

Im Dämmerlicht entdeckte Malefica Spuren, die sich als Hobgoblin-Spuren entpuppten. Sie beschlossen den Spuren nicht zu folgen, sondern zunächst zu ihrem Ursprung zu gehen – ihre eigentliche Richtung.
Bald ging es im düsteren Wald nicht mehr voran und sie schlugen ihr Lager auf. Sie wagten wegen der Nähe der Spuren kein Feuer zu machen und froren sich in den Schlaf. Aber schon während der ersten Wache tauchten Hobgoblins mit Fackeln auf dem Pfad auf, die offenbar auf dem Rückweg aus dem Wald waren.

Schnell wurden alle geweckt und ein Kampf brach aus. Die Hobgoblins hatten mehrere Krieger und sogar einige Zauberer in ihrer Truppe, doch ihr Widerstand konnte schließlich gebrochen werden. Zum Opfer fiel dem Kampf nur ein Zelt und ein paar Decken, die in einem mächtigen Feuerball in Flammen aufgingen.
Am Ende des Kampfes konnte ein Überlebender gefesselt und befragt werden…

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Des Rätsels Lösung

Alturiak 16, Year of the Ageless One (1479DR)

Die Flammenspur zog sich quer durch den Blacklake District, vorbei an Castle Never bis zur Winged Wyvern Bridge. Dort war ein in blauem Feuer brennender Schleimklumpen aus dem Fluss emporgestiegen und griff gemeinsam mit einer Meute plagenveränderter Hunde die Gruppe an.

Lange konnten die Helden allerdings nicht zurückgehalten werden. Nachdem sie sich der Monstrositäten entledigt hatten, folgten sie der Spur weiter bis an die Mauer. Dort hatte der verlorene Erbe offenbar die Tore geöffnet und plagenveränderte Kreaturen strömten aus dem Spalt in die Stadt.
Die Gefährten warfen sich in den Kampf und OrcLex sprintete beherzt zu den Winden für die Tore, um sie gleich wieder zu verschließen. Durch seinen beherzten Einsatz konnte die Flut schnell gestoppt und die wenigen eingedrungenen Kreaturen schnell überwältigt werden.

Auf dem weiteren Weg begegneten sie General Sabine, welche die Verteidigung der Stadt organisierte. Der Erbe war offenbar zum Marktplatz in der Enklave des Lord Protector geeilt. Dort angekommen sahen die Helden, dass der Erbe tatsächlich Seldra war. Sie hatte den Helm schließlich abgenommen und die Krone brannte mit blauem Feuer auf ihrer Stirn. Sie hatte sich zu dem versteinerten Drachen begeben und dort einen magischen Schild errichten, den die Gefährten zunächst nicht zu durchdringen vermochten.

Mit Wahnsinn in den Augen wirkte Seldra einen Zauber und der weiße Drache begann sich wieder in Fleisch und Blut zu verwandeln. Schließlich brachten die Helden den magischen Schild zu Fall und es kam zu einem Kampf zwischen ihnen und Seldra. Diese rief Feuerelementare herbei, die sich sofort in den Kampf warfen.

Nach einem kurzen, aber heftigen Gefecht konnten die Elementare schließlich verbannt und Seldra in die Knie gezwungen werden. Nachdem man ihr die Krone vom Haupt gestoßen hatte, erwachte sie langsam aus ihrem Wahn und ihr wurde klar, was sie angerichtet hatte.

Sie berichtete, dass sie die Krone in Waterdeep von roten Magier gekauft hatte. Im guten Glauben das Richtige zu tun, brachte sie die Krone nach Neverwinter. In ihrer Verzweiflung den wahren Erben nicht finden zu können setzte sie die Krone schließlich selbst auf und verfiel ihrem Fluch. Sie war sich mittlerweile sicher, dass die Krone eine bösartige Fälschung sein musste.

Die falsche Krone wurde von den Gefährten in ein Tuch gewickelt und erst einmal sicher verstaut. Seldra gaben sie ihr Schwert zurück, damit sie im Kampf gegen den Drachen zumindest einen Teil des Unheils, das sie angerichtet hatte, wieder gut machen könnte.

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Söhne von Alagondar

Alturiak 15, Year of the Ageless One (1479DR)

Mit Mühe schafften es die Helden, sich vor dem Ertrinken zu retten und wurden schließlich in eine große, natürliche Höhle gespült. Neben ihnen trieb eine der Werratten im Wasser, nur halb bei Bewusstsein. Die Helden fesselten den Nager und begannen mit der Befragung. Während sie den Schurken ausquetschten, wurde auch Roanna aus dem Rohr gespült und stieß dabei Thorfin um.

Die Ratte brachte etwas Licht in die Geschichte, warf aber zugleich neue Fragen auf: Der verlorene Erbe hatte die Dead Rats gewarnt, dass die Helden in ihre Basis eindringen würden, sie wären Agenten von Lord Neverember. Ausserdem hätten die Dead Rats eine Allianz mit den Söhnen von Alagondar, den Rebellen gegen Neverember. Der verlorene Erbe hatte diese Allianz geschmiedet und den Dead Rats als Belohnung die “Macht des Blauen Feuers” versprochen.

Schließlich beschloss man weiter zu gehen, dem Fluß in eine große, dunkle Höhle zu folgen. Malefica stieß die gefesselte Ratte einen kleinen Wasserfall hinab und versuchte sie schließlich prustend an Land zu ziehen, als plötzlich der Krake wieder angriff. Mit seinen Tentakeln zog er die schreiende Werratte unter Wasser und griff die Helden an. In einer Ecke der Höhle erwachte ein weiteres Wesen, ein schwarzer Schleim, der immer wieder OrcLex beherzt beschworene Lichter verdunkelte.

Die Helden schlugen sich tapfer und konnten schliesslich den Schleim vernichten und den Kraken vertreiben. Kaum hatte sich der Kampflärm gelegt, erschienen mit Fackeln ausgerüstete, bewaffnete Männer aus dem einzigen Ausgang der Höhle. Ihr mürrischer Anführer stellte sich als Arlon Bladeshaper vor, einer der Führer der Söhne von Alagondar. Er beglückwünschte die Helden zu ihrem erfolgreichen Kampf gegen den Kraken und bot ihnen, ein Bad, eine Unterkunft und Gespräche an. Schweigend wurden die Gefährten von den Rebellen durch verschlungene Tunnel in ihre unterirdische Basis geführt. Dort entschuldigte sich Arlon zunächst, so dass sich die Helden säubern und ihre Wunden versorgen konnten.

Wenig später kehrte er jedoch zurück und besprach sich mit den Helden. Er brachte zum Ausdruck, dass er mit der Entwicklung der Situation um den verlorenen Erben sehr unzufrieden sei. Der Erbe würde sich irrational verhalten und plante einen Angriff auf die Enklave des Lord Protector, was die Söhne von Alagondar abgelehnt hätten. Es sei zu früh für eine solch drastische Maßnahme und der Erbe würde nur sich und andere damit gefährden. Die Gefährten erkannte er als die Helden, die ein paar Tage zuvor mit dem Erben den Drachen auf dem Markt besiegt hatten. Er war der Meinung sie wären die einzigen, die ihn vielleicht zur Vernunft bringen würden. Für den nächsten Morgen sei ein Treffen mit dem Erben anberaumt, an dem die Gefährten für die Söhne von Alagondar teilnehmen sollten. Sie sollten ihn auf jeden Fall von dem geplanten Angriff auf die Enklave abbringen!

Damit verließ Arlon die Helden, um ihnen die verdiente Nachtruhe zu gönnen. Wie versprochen wurden sie im Morgengrauen geweckt. Thorfin fiel dabei ein in die Wand geritztes Symbol auf, das einen Oktopus darstellte. Sie fragten Arlon danach und er gab an, dass die Tunnel früher die Basis der Kraken Gesellschaft gewesen waren, einem ausgestorbenen Kult. Diese Leute hatten auch den Kraken unter die Erde gebracht, der hier heute noch wütete. Die Söhne von Alagondar verfügten allerdings über einige Amulette, die den Kraken von Angriffen abhalten würden.

Als es an den Aufbruch ging, bat Arlon die Gefährten, sich die Augen verbinden zu lassen, da er es nicht riskieren könne, dass Lord Neverember der Zugang zum Rebellenlager bekannt würde. Malefica lehnte das zunächst ab, lenkte aber schließlich ein. Auf dem Weg erzählte Arlon noch etwas über die Rebellen. Sie hatten sich nach Nasher Alagondar benannt, einem König von Neverwinter und Stammvater der königlichen Blutline. Seit Jahren kämpften sie gegen den Thronräuber aus Waterdeep, dessen Anspruch auf Neverwinter sie leugneten.

So wurden die Gefährten zurück an die Oberfläche geführt, wo ihnen auch die Augenbinden wieder abgenommen wurden. Es war ein kalter, nebeliger Morgen und man konnte nicht weit sehen. Arlon wies ihnen den Weg zu dem Treffpunkt und die Helden machten sich auf den Weg.

Am Treffpunkt angekommen, konnten sie zunächst niemanden sehen. Nach kurzen Augenblicken aber erschien der verlorene Erbe mit blau brennender Krone auf einem Häuserdach und brüllte ihnen mit von Wahnsinn verzerrter Stimme entgegen: “Narren und Verräter, dafür werden ihr leiden!” Er riss sich einen Handschuh von der rechten Hand und die Gefährten sahen eine schlanke Hand mit blau brennender Spellscar. Der Erbe hob die Hände zum Himmel, wurde von blauen Flammen umschlungen und hetzte seine plagenveränderten Kreaturen auf die Helden, die sich hinter einigen verfallenen Häusern versteckt gehalten hatten. Darauf hin verschwand er von dem Dach, zog aber eine Spur blauer Flammen hinter sich her.

Die Kreaturen stürzten sich mit blauen Flammen in den Augen und an den Klauen auf die Helden, konnten jedoch schnell abgewehrt werden. Nach kurzer Rast machten sich die Gefährten auf, der heißen Spur des Erben zu folgen…

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Schleimige Angelegenheiten

Alturiak 15, Year of the Ageless One (1479DR)

Nach dem Kampf wurde das Bootshaus untersucht. Das Innere war leer, bis auf ein paar verrottete Teppiche. Unter einem von ihnen entdeckten die Gefährten eine Klappe, die hinunter in die alte Kanalisation des Blacklake District führte. Vorsichtig schlichen sie durch die schleimigen Tunnel und entdeckten hinter einer Biegung eine erstaunlich saubere Statue. Sie stellte einen Halbling in martialischer Pose dar und war offenbar gründlich mit harten Bürsten gereinigt worden.

Hier endete auch der Zugangstunnel und der Hauptkanal unter der Straße begann. Noch während die Gefährten die Statue untersuchten wurden sie von Kreaturen der Kanalisation angegriffen. Krokodile, Ratten und riesige Tentakel erhoben sich aus der Brühe und warfen sich auf die Gefährten, die peinlich darauf bedacht waren, nicht mit dem Abwasser in Berührung zu kommen.

Der Kampf zeigte Spuren bei den Gefährten: Refardeon und Thorfin waren verwundet, Refardeon hatte sich überdies mit einem Fieber angesteckt. Nach kurzer Rast drangen sie tiefer in die Kanäle vor und gelangten einige Biegungen weiter zu einem riesigen Fallgitter, welches sie nur mit Mühe anheben konnten. Schon hinter der nächsten Biegung hörten sie Stimmen – offenbar stritt dort jemand in einer Kammer. Die Gefährten versuchten sich leise zu nähern. Als das misslang, versuchte OrcLex die Männer vom Angriff abzuhalten, aber die Werratten verwandelten sich sofort in ihre bestialische Gestalt und stürzten sich in den Kampf.

Die Werratten konnten leicht abgewehrt werden und eine der letzten beiden rannte verwundet in ihren Versammlungsraum, zog einen Hebel und öffnete damit eine Schleuse. Die Helden wurden zusammen mit den Werratten tiefer in den Abgrund gespült…

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